Miteinander
Jegliche Eingriffe in den Wasserhaushalt der Landschaft müssen mit Bedacht geplant und unter Einbeziehung der unmittelbar und mittelbar Betroffenen durchgeführt und umgesetzt werden.
Entwässerte aber noch naturnahe Moore benötigen vor allem die Wiederherstellung des ursprünglichen Wasser- und Nährstoffhaushaltes. In diesen oft sensiblen Ökosystemen ist bei den Wiederherstellungsmaßnahmen viel Verständnis für die maßgeblichen Prozesse gefragt. Das MMZ hat diesen Erfahrungsschatz. Fachexkursionen tragen zum Wissensaustausch bei.
Die Mehrzahl der Moore Brandenburgs unterliegt jedoch Bewirtschaftungsanforderungen. Mit konventionellen Bewirtschaftungsmethoden sind nasse, wachsende Moore nicht zu nutzen. Daher betrachten Nutzer und Flächeneigentümer Moorschutzprojekte oft mit Sorge. Bei der Planung von Moorschutzvorhaben muss der nutzende Mensch daher mitgedacht werden. Das MMZ sieht für die Kommunikation mit den Beteiligten verschiedene Austauschformate wie z. B. auch Staubeiräte als sinnvoll und zielführend an.
Auch wenn die großflächige wirtschaftliche Nutzung nasser Moore derzeit noch nicht realisierbar ist, bleiben nasse Bewirtschaftungsformen das langfristige Ziel zum Erhalt des Moorbodens. Die Entscheidung für diesen Weg muss jeder Landwirtschaftsbetrieb eigenverantwortlich für sich selbst treffen. Das MMZ kann diesen Weg begleiten.
Indem die Akteure mit einem Perspektivwechsel versuchen, Verständnis für die Positionen anderer Beteiligter aufzubringen, kann es eher gelingen, eine Lösung zu finden.

Durch die Abstimmung an Ort und Stelle lassen sich in aller Regel schnell offene Fragen klären und Wege verkürzen.