Moore
Luch, Fenn und Bruch
Die weiten Landschaften der Mark Brandenburg sind für ihre Prägung aus Sumpf und Sand bekannt. Hierzulande heißen sie Luch, Lauch, Posse, Fenn oder Bruch. Nasse Moore und trockene Heideflächen wechseln hier ab und sind eng miteinander verzahnt. Ausgedehnte große Moorflächen vor allem im Norden und Westen Brandenburgs boten noch vor 300 Jahren als unüberwindliche Naturhindernisse Schutz vor Feinden. Heute ist der Großteil dieser gefürchteten „Sümpfe“ trockengelegt und als Moor kaum noch erkennbar.



Karl Friedrich von Klöden zeichnet 1835 folgendes Bild des Havelländischen Luchs:
„In jedem Frühjahr quoll der Boden dieses Luchs durch das hervordringende Grundwasser auf, die Rasendecke hob sich in die Höhe, bildete eine schwimmende elastische Fläche, welche bei jedem Schritt unter den Füßen einsank, während ringsum ein flach trichterförmig ansteigender Abhang sich bildete. Andre Stellen, welche sich nicht in die Höhe heben konnten, sogenannte Lanken, wurden überschwemmt, und so glich das Luch in jedem Frühjahr einem weiten See, über welchem jene- Rasenstellen wie grüne schwimmende Inseln zwischen den erhöhten Plateaus hervorragten. während an anderen Stellen die Weiden, Elsen und Birkengebüsche sich mit ihren Wipfeln im Wasser spiegelten, oder da, wo sie auf sandigen, aus dem Moore emporsteigenden Bodenanschwellungen (sogenannten Horsten) gewachsen waren, kleine Waldinseln darstellten.“
Moorschutzaufgaben
Trotz einiger Erfolge im Moorschutz muss noch viel getan werden, bis die Vielfalt an Mooren im Land gesichert ist. Als wachsende Moore vollständig verschwunden sind die folgenden Moortypen, für die noch keine Revitalisierungsvorhaben begonnen wurden:
- großflächige eutrophe Grundwasser-Versumpfungsmoore (Lücher)
- oligotroph-saure Druckwasser-Quellmoore
- kalkreiche Durchströmungsmoore und Quellmoore
- Flusstalmoore
Fast verschwunden sind die folgenden Moortypen, in denen die Revitalisierunganstrengungen noch deutlich verstärkt werden müssen:
- oligotroph-saure Stauwasser-Versumpfungsmoore
- mesotroph-saure Hang- und Sickerwasser-Quellmoore
- Eutrophe Auenüberflutungsmoore
- Basen-Zwischenmoore aller Standorte, insbesondere auf Durchströmungsmoor
Der Vergleich mit anderen moorreichen Bundesländern deckt auf, dass Brandenburg in seinen Aktivitäten – insbesondere bei der Wiedervernässung großflächiger Moore – zulegen muss. Wir wollen das als Märkisches Moorzentrum respektvoll und im Miteinander schaffen.





